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20.03.2018 l Gallig und eiskalt: Lohne nimmt Derby-Punkte mit
Ungemütlicher Nachmittag im Jahnstadion endet mit 3:1-Sieg für BWL / Dinklages Coach Riesner: „Wir haben völlig verdient verloren“
Lohnes Trainer Thomas Schmunkamp atmete nachdem Sieg auf: „Die Einstellung war top, wir haben die schwierigen Verhältnisse
gut angenommen.“

Nach dem Schlusspfiff hatten es Sieger und Verlierer besonders eilig. Sie klatschten sich nur ganz kurz ab, ein bisschenSmalltalk auf die Schnelle, aber bloß kein langes Plaudern, kein Analysieren der wichtigsten Szenen. Die Landesliga-Fußballer vom TV Dinklage und vonBW Lohne wollten am Sonntag gegen 16.50 Uhr nur noch eins: ab in die Kabine, ab ins Warme,
ab unter die heiße Dusche.

Im Lager des TVD passte die Laune zu den Temperaturen. Im ersten Spiel nach einer ewig langen Zwangspause – Dinklage war letztmals am 27. Oktober 2017 im Einsatz und verbuchte danach zehn Spielausfälle in Serie
– verlor der Drittletzte das Kellerderby gegen Lohne mit 1:3 (0:1) und verpasste die Chance auf Rückenwind für die kräftezehrenden Wochen. „Wir haben völlig verdient verloren“, fasste Dinklages Coach David Riesner den eisig-kalten Derbynachmittag im Jahnstadion zusammen.

Die fehlende Wettkampfpraxis seiner Mannschaft war nicht zu bersehen, der TVD blieb vieles schuldig. „Wir waren heute einfach nicht präsent genug“, haderte Riesner mit dem Auftritt und den „groben Fehlern“ vor den drei Gegentreffern. Lohne atmete derweil auf. Die Punkte 20 bis 22 waren „sehr
wichtig“, wie BWL-Coach Thomas Schmunkamp ebenso kurz wie treffend festhielt.

Der amtierende Vizemeister rückte auf Rang neun vor und hat erstmals seit Anfang Oktober einen einstelligen Platz inne. Aber: Die
Tabelle ist so krumm und schief wie seit Jahren nicht mehr – eine nach wie vor sehr gefährliche Konstellation. BWL hat die mit Abstand meisten Partien aller Sorgenkinder, Friesoythe hat fünf Spiele weniger absolviert, Emden, Westrhauderfehn und Bevern hecheln mit sechs Partien hinterher, Dinklage gar mit sieben.

Logisch, dass Schmunkamp weitere engagierte Auftritte einforderte.
Mit dem, was er im Lokalderby gesehen hatte, war er zufrieden: „Wir haben es gut gemacht und verdient gewonnen. Die Einstellung war top, wir haben
die schwierigen Verhältnisse gut angenommen.“ Im Vergleich zum mageren 1:1 gegen SV Bevern hatte Schmunkamp seine Startelf umgekrempelt. Torwart Philip Kreimer sowie die drei Feldspieler Kristen Bramscher, Dustin Beer und Julius Liegmann rotierten für Kai Winkler, Christian Hegerfeld, Malte Beermann und Alper Yilmazin die Anfangsformation. Zudem gab"s neue Positionen für Kai Westerhoff (Sechser statt Rechtsverteidiger), Frank Placke
(linkes statt rechtes Mitt elfeld) und Tim Wernke (rechtes Mittelfeld statt Sturm).
Und die
Dinklager Veränderungen im Vergleich zum letzten Liga-Spiel? Riesner muss schmunzeln. „Keine´Ahnung, das ist ja schon solange her. Ich glaub", da hat Tobi Schwermann noch gespielt“, sagte er mit Blick auf den Ex-Rekordspieler,
der seine Karriere im Sommer 2016 beendet hatte.

Das Spiel selbst begann ideal für Lohne. Nach einer Parade von TVD-Torwart Sven Neuefeind gegen Beer war Wernke per Abstauber zur Stelle – 1:0 für Lohne (10.), sein 13. Saisontor. Im Gegensatz zum Hinspiel-Derby, als Lohne bei der 2:3-Niederlage nach einer frühen Führung Fehler en masse produzierte und binnen acht Minuten drei Gegentore kassierte, behielt BWL
diesmal die Kontrolle.

Der Gast war „gallig und bissig“ (Schmunkamp) und verbuchte durch Wernke (23./43.) und Liegmann (35.) drei weitere Chancen. Im Dinklager Angriff herrschte derweil ohne Torjäger Felix Schmiederer, der sich zwar aufwärmte, dann aber wegen seiner Oberschenkelzerrung passen musste, totale Flaute. Die Taktik, mit langen Bällen zu operieren und auf die zweiten Bälle zu spekulieren, ging nicht auf. Der TVD fand nicht statt. „Wir waren oft einen Schritt zu spät“, so Riesner.
Nach dem Seitenwechsel und drei Umstellungen legte Dinklager schwungvoller los, aber Lohne erstickte die TVD-Hoffnungen eiskalt im Keim. Nach Vorarbeit von Wernke traf der sehr fleißige Westerhoff zum 2:0 (53.), ehe Beer per Foulelfmeter auf 3:0 (58.) erhöhte. Der Strafstoß selbst war umstritten. Nach einem Foul von Lukas Bornhorst entschied Schiedsrichter Jan Lammers zunächst auf Vorteil, um kurz danach doch auf den Punkt zu zeigen. Der TVD monierte, dass das Foul „deutlich außerhalb des Strafraums“ (Riesner) war. Es nutzte nichts. Beer war"s schnuppe, er verwandelte zur Entscheidung.

Nach Dinklages Treffer zum 1:3 durch Lukas Bornhorst (70.) kam keine Spannung mehr auf. In einem schwachen, zerfahrenen Derby fehlten dem TVD die Mittel. „Keine Flanken, keine Abschlüsse, da war nichts“, haderte Riesner. Lohne strahlte indes im Zentrum dank seiner Neuzugänge Sebastian Plog und Malte Müller eine gewisse Ruhe aus, ohne dabei zu glänzen. Offensiv war vieles „vom Winde verweht“, wie Schmunkamp zugab. Sprach es – und verschwand auch ruck, zuck in der Kabine.

Überblick
TV Dinklage - BW Lohne 1:3 (0:1)
Dinklage: Neuefeind - Nuxoll, M. Espelage, Bornhorst, Neteler (68. Albers) - Nordlohne (46. Wilms), Bockhorst - S. Ablak, Wendeln (63. Videgla), S. Espelage - T. Wulfing.
Lohne: Kreimer - Bramscher, Bröring, Plog, Meyer - Müller, Westerhoff (79. Beermann) - Wernke, Beer (90. Olberding), Placke (65. Hegerfeld) - Liegmann.
Tore: 0:1 Wernke (10.), 0:2 Westerhoff (53.), 0:3 Beer (58., Foulelfmeter), 1:3 Bornhorst (70.).
Zuschauer: 420.
Gelbe Karten: Neuefeind, Nordlohne, Nuxoll - Wernke.
Nächste Spiele: TVD am Mittwoch (21. März, 20.00 Uhr) bei Kickers Emden und am Sonntag (25. März, 15.00 Uhr) in Holthausen/Biene; BW Lohne am Sonntag (25. März, 15.00 Uhr) gegen Vorw. Nordhorn.

Im Bild: Die Entscheidung im Derby: Dustin Beer trifft per Elfmeter gegen TVD-Keeper Sven Neuefeind – das 3:0 für Lohne.
Foto: Schikora

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